Poloshirts bedrucken - besticken – Welcher Stoff ist der Beste?

Für die Mode müssen Textilien viele Funktionen erfüllen – das Material muss bequem, formstabil und haltbar sein. Die Kleidung soll modisch gut aussehen und die Textilien dem Zahn der Zeit widerstehen. Wenn das Poloshirt bedruckt werden soll, kommt noch ein Kriterium hinzu. Denn nicht jeder Stoff lässt sich gleich gut bedrucken. Auf welche Qualitätsmerkmale von Poloshirts kommt es also an?

Poloshirt aus Baumwolle

Das Prädikat „Poloshirt aus 100 Prozent Baumwolle“ ist zurecht ein Zeichen von Qualität. Denn die reine Baumwollfaser lässt sich vielseitig einsetzen, ist formstabil und hygienisch, weil man es auch bei hohen Temperaturen in der Waschmaschine reinigen kann. Außerdem ist Baumwollfaser auch sehr gut für die Haut.

Aus diesen Gründen ist ein Shirt aus reiner Baumwolle auch sehr langlebig. Die Baumwolle ist sehr reißfest und knittert nicht viel. Und selbst wenn – ein Baumwollshirt kann in der Regel problemlos bei hohen Temperaturen gebügelt werden.

Wenn Kleidung aus reiner Baumwolle bedruckt werden soll, ist die Hitzebeständigkeit ein Vorteil. Die meisten Druckverfahren verbinden das Textil und das Druckmotiv mit einen Spezialkleber durch Hitze. Andere müssen nach dem Drucken in einem Tunneltrockner mit Hitze getrocknet und somit waschbeständig gemacht werden, wie der Direkt-Siebdruck. Mit dem Siebdruck steht ein sehr hochwertiges Druckverfahren zur Verfügung, das hohen Temperaturen und vielen Wäschen widersteht. Ein Poloshirt aus Baumwolle lässt sich am besten mit Siebdruck bedrucken, was auch hohe Stückzahlen problemlos möglich macht. Alternativen zum Siebdruck bei Poloshirts sind Flex- oder Flockdruck.

Poloshirts aus Polyester bedrucken

Weniger hochwertig, aber dafür strapazierfähig und pflegeleicht ist Polyester für Poloshirts. Die Kunstfaser wurde in den 1930er Jahren als Alternative für Seide erfunden und seitdem immer weiterentwickelt. In der DDR wurde das Polyester übrigens als „Dederon“ bezeichnet.

Polyester ist die Grundlage für viele verschiedene fertige Gewebe. Anders als Baumwolle sind Textilien aus Polyester nicht bei hohen Temperaturen waschbar. Dafür trocknet die Faser meistens schnell und muss nicht unbedingt gebügelt werden. Das ist auch gut: denn Polyester schmilzt unter einem heißen Bügeleisen und darf deswegen nicht mit großer Hitze gebügelt werden.

Gewebe aus Polyester nehmen Farbe nicht auf, daher müssen sie bei Direktdruckvarianten wie DTG vorbehandelt werden. Auch besteht beim Bedrucken von dunklen Poloshirts aus Polyester immer die Gefahr des „Ausblutens“. Dabei verfärbt die Textilfarbe die Druckfarbe durch Resublimation. Dem kann im Siebdruck entgegengewirkt werden, wenn vor der Farbschicht eine Blockerschicht aufgetragen wird. Bei Flexdruck nimmt man eine Folie, die diese Schicht ebenfalls hat. Bei weißen Polyester Poloshirts kann der Sublimationsdruck verwendet werden. Hohe Temperaturen beim Waschen und Bügeln sollte man bei Polyester immer vermeiden.

Was ist besser Baumwolle – oder Polyester?

Die Frage, welches Material besser ist, lässt sich nicht in einem Satz beantworten. Baumwolle ist zwar unbestreitbar qualitativ hochwertiger als Polyester und besitzt einen guten Tragekomfort, ist eine Naturfaser und kann auch nachhaltig produziert werden. Aber Polyester ist dafür günstiger, atmungsaktiv und pflegeleichter – da es fast nie gebügelt werden muss. Bei den Drucktechniken hat jedes Material seine Vor- und Nachteile.

Alternative zum Druck: Poloshirt besticken lassen

Wer die beste Qualität haben möchte, der kann sich Poloshirts besticken lassen. Das ist in der Regel zwar die kostspieligste Variante, allerdings ist das Verfahren auch sehr langlebig. Der Stickerei macht keine Wäsche und bei der Verwendung von Viskosegarn kein Bügeleisen etwas aus. Meistens gelten dann die gleichen Waschvorgaben wie für das Gewebe selbst. Die Empfehlung bei bestickten Poloshirts ist auf Baumwolle zu setzen. Diese sind schon aufgrund des Piqué stabiler, strapazierfähiger und somit langlebiger.

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.