Warm anziehen – so geht das Zwiebelprinzip im Winter

Mutti sagte immer: „Es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur die falsche Kleidung …“ Tatsächlich ist es einem mit dem richtigen Dreh bei der Kleidung auch im Winter nicht zu kalt und nicht zu heiß.

Das Zauberwort heißt Zwiebelprinzip. Die Idee dahinter: Drei Schichten Kleidung zum warm Anziehen und zum luftig gekleidet sein. Wie’s funktioniert, verraten wir hier.

Beim Zwiebelprinzip heißt es erst mal: warm anziehen!

Eine Zwiebel hat mehrere Häute. Man kann sie immer weiter schälen, bis nur noch das glatte Innere übrigbleibt.

Genau so funktioniert auch das Zwiebelprinzip bei der Kleidung im Winter. Mehrere Schichten übereinander schützen vor der Kälte. Wird es wärmer – zum Beispiel in einem beheizten Raum – wird einfach eine Schicht nach der anderen ausgezogen. Von der Fleecejacke über den Cardigan bis hin zum T-Shirt.

Dabei kommt es beim warm Anziehen aber nicht darauf an, irgendeinen Pullover übers T-Shirt zu ziehen und eine Jeans über die Leggings. Alles noch mit einem schicken Cardigan und einem Schlauchschal „versiegelt“, schon ist der Zwiebellook fertig. Nein, das Material ist entscheidend!

Gerade in der Übergangszeit schwitzt man schnell unter allzu dicken Schichten des Zwiebelprinzips. Hat man da beim T-Shirt oder dem Bodywarmer aufs falsche Material gesetzt, bleibt die Feuchtigkeit auf der Haut, die Kleidung wird klamm – und man friert.

Kunstfasern aber sind in der Lage, die Feuchtigkeit nach außen abzuleiten und gleichzeitig Wärme zu speichern. Nur dann macht das Zwiebelprinzip Sinn.

Das sollen die einzelnen Schichten beim Zwiebelprinzip leisten

Jede Schicht der Kleidung hat ihre Aufgabe. Dadurch bleibt es am Körper immer angenehm temperiert. Denn nicht nur der Schutz vor Kälte und Nässe ist wichtig, sondern auch, dass das Material trotz allem noch atmungsaktiv ist.

Auch das Ausziehen und Anziehen darf nicht kompliziert sein. Schließlich will man nicht die Frisur ruinieren, indem man den dicken Pulli auszieht, wenn man von draußen kommt. Ein Cardigan oder eine Softshell Jacke verhindern diesen Fauxpas. Einen Bodywarmer oder eine Fleecejacke kann man unter Umständen sogar anbehalten.

Andererseits sollten einem draußen auch nicht die Schweißperlen auf der Stirn stehen, weil beim warm Anziehen nach dem Zwiebelprinzip zu viele Schichten und/oder die falschen Materialen verwendet wurden.

Schicht Nummer 1 ist feuchtigkeitsabweisend

Bei der Kleidung, die direkt auf dem Körper getragen wird, ist ganz besonders aufs Material zu achten. Statt eines T-Shirts aus Baumwolle, das Feuchtigkeit speichert, ist ein Funktionsshirt beispielsweise aus Polyester wesentlich sinnvoller.

Schicht Nummer 2 hält schön warm

Zum Schutz vor der Kälte im Winter kommt über dem Funktionsshirt (bitte kein T-Shirt aus Baumwolle!) ein schicker Fleecepullover zum Einsatz. Auch eine Leggings aus einem geeigneten Material hilft beim warm Anziehen. An trockenen Tagen sind Fleecejacke und Schlauchschal die perfekten Accessoires, auch ein Bodywarmer erfüllt seine Aufgabe gut.

Schicht Nummer 3 ist wetterfest

Es kann ja nicht immer die Sonne scheinen! Warm anziehen heißt daher auch, sich gegen Witterungseinflüsse zu schützen. Gegen Wind schützt ein angesagter Cardigan oder eine atmungsaktive, winddichte Softshell Jacke. Wenn es regnet oder schneit, sollte das Oberteil natürlich wasserdicht sein.

 

Adobe Stock: © AdobeStock - 288843851

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.